

Am Mittwoch, 7. Mai 2008 , wird Dr. Christian Lüdke als Gesprächspartner in der PHOENIX Runde zum Thema.
"Alle schauen weg? Warum Kinder verhungern oder verschwinden" sein.
Der Inzestfall von Amstetten erschüttert weltweit die Menschen. Täglich kommen neue Einzelheiten ans Licht und immer wieder stellt sich dieselbe Frage: Hat wirklich niemand etwas mitbekommen, bei den Behörden, in der Nachbarschaft, in der Familie? Hier und da melden sich nun Hausbewohner, ehemalige Nachbarn, die etwas bemerkt haben wollen. Dennoch ist offenbar niemand den möglichen Hinweisen oder Anzeichen nachgegangen.
In trauriger Regelmäßigkeit wird von Kindern und Jugendlichen berichtet, die verschwinden - und ihr Fehlen wird manchmal selbst im engeren Umfeld kaum registriert. Oder bewusst übersehen? Selbst in großen Mietshäusern mit vielen Nachbarn verschwinden Kinder, werden Babys und Kleinkinder misshandelt oder verhungern, ohne dass die Umwelt etwas mitbekommt.
Warum sehen Menschen weg, wenn sie hinsehen müssten? Was begünstigt diese Schwäche? Und liegt sie im Menschen selbst oder wird die Gesellschaft immer ignoranter? Nimmt die Zahl der Misshandlungsfälle wirklich zu oder lässt nur die massive Berichterstattung in den Medien diesen Eindruck aufkommen?
Als weitere Studiogäste haben zugesagt: Prof. Georg Hansen (Soziologe)
und Prof. Bernd-Rüdeger Sonnen (Strafrechtler, Kriminologe).
Angefragt ist zudem Prof. Friedhelm Hengsbach.
Die Moderation hat Gaby Dietzen.
Die Sendung beginnt um 22:15 Uhr. PHOENIX TV.