TV & Funk
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Ein Film von Peter Schran
Redaktion: Jo Angerer

Die Eltern hatten nichts bemerkt von den Amokplänen – und die Lehrer auch nicht. Nur zwei Mitschülern des Köln-Weidener Büchner-Gymnasiums war aufgefallen, dass Rolf B. in einem Internet-Schülerportal verherrlichende Bilder des Horror-Amoklaufs von Littleton (USA) veröffentlicht hatte. Sie machten Meldung bei der Schulleitung. Und die rief die Polizei. Kurz danach ist Rolf (17) tot. In der Nähe der Schule wirft er sich vor eine Straßenbahn.

Rolfs bester Freund Robin wird wenig später festgenommen - unter Verdacht, gemeinsam mit Rolf einen Amoklauf an der Schule geplant zu haben. "Polizei verhindert Amoklauf" verkünden daraufhin die Zeitungen und Fernsehsender, um tags darauf wieder kleinlaut zurückzurudern. Denn der ermittelnde Staatsanwalt ist sich sicher: es gab gar keine Amokpläne des Schülerpaars Rolf und Robin, zumindest keine konkreten. Der zunächst als "Mittäter" festgenommene Robin wird daher statt ins Gefängnis in die Psychiatrie gebracht, wegen "akuter Selbstmordgefahr". Nun steht die Kölner Polizei im Kreuzfeuer der Kritik.
Was ist falsch gelaufen?

story-Autor Peter Schran versucht, das Drama von Rolf und Robin, die aus "gutem Hause" stammen, aufzuarbeiten. Er erkundet die Vorgeschichte und sucht das Gespräch mit Eltern und Mitschülern, aber auch mit Schulleitung und der Polizei. Als Experte kommt zudem der renommierte Kriminalpsychologe Dr. Christian Lüdke, Geschäftsführer der TERAPON Consulting GmbH, zu Wort. Das Protokoll einer Entgleisung: Ein Amoklauf der keiner war – und der dennoch in einer Katastrophe endete.

WDR Fernsehen
07.01.2008 um 22.00 Uhr, 45 Minuten
(Wiederholung am 08.01.2008, 14.15 Uhr)