TERA-GRAMM 02/2018

Good-Newsletter als PDFpdf

Wir geben Ihnen perfekten Halt – bei jedem Wetter!

Alle reden über das Wetter, aber keiner tut etwas dagegen. – Mark Twain

Wetter hin, Gesundheit her. Heute kommt die gute Nachricht dieses Tera-Gramms sofort am Anfang: Das gesamte TERAPON-Team gibt Ihnen perfekten Halt, bei jedem Wetter. Ein GoodNewsletter muss nicht immer lang sein! Viel schreiben kann jeder. Aber in der Bescheidenheit zeigt sich der Meister.

Das Problemchen ist eigentlich nur, dass ich, ehrlich gesagt, gar nicht weiß, worüber ich heute schreiben soll. Deshalb mache ich es einfach so wie im richtigen Leben. Da wissen Mann und Frau oft auch nicht, was sie eigentlich erzählen sollen. Na, und was macht man dann? Richtig! Man redet einfach über das Wetter. Das geht immer. Egal wie gut oder schlecht es ist, die Menschen haben nach ein paar Tagen immer etwas darüber zu meckern. Aber warum eigentlich nicht? Also ich meine, warum denn nicht über das Wetter reden?

Das Thema ist gar nicht so langweilig, wie es beim ersten Blick scheint. „Schön kalt draußen?“ „Nass geworden?“ Ja klar, es gibt möglicherweise viel wichtigere Themen: Trump, Erdogan, Putin, das vorzeitige Aus für Deutschland bei der Fußball-WM.

Aber warum denn eigentlich nicht über das Wetter reden?! Wir können Ihnen einen ganz wichtigen Grund dafür nennen, warum Sie es unbedingt tun sollten: Über das Wetter zu reden, scheint eine Banalität zu sein. Ist es aber nicht. Denn das Wetter ist, neben der Gesundheit, die letzte große Schicksalsmacht. Wir können es berechnen, immer genauer, immer langfristiger. Aber wir haben absolut keinen Einfluss darauf. Es beeinflusst unsere Laune, unsere Kleidung, unsere Konjunktur, die Wahl des Urlaubsortes, des Fortbewegungsmittels, der Freizeitgestaltung. Kurzum: Es gibt kaum etwas, das unseren Alltag stärker prägt als das Wetter. Doch die Selbstverständlichkeit, mit der ganze Generationen darüber sprachen, ist vielen heute abhanden gekommen. Vielleicht fehlt es gelegentlich auch an historischem und globalem Verständnis für die Dimension des Themas. Ob Evolution oder Artensterben, Hunger oder Flüchtlingsströme, Bevölkerungsentwicklung oder Individualpsychologie (wo es lange kalt ist und viel regnet, wird oft mehr gelesen). Wer solche Phänomene ohne Rückgriff auf Wetterfaktoren erklären will, scheitert.
Darum: Alle reden vom Wetter. Wir auch.


Liebe Leserinnen, liebe Leser

Warum sprechen wir übers Wetter? Das Wetter ist stets in aller Munde. Es ist ungebrochen das Smalltalk-Thema Nummer eins. Doch warum reden wir so gerne über Regen, Sonne, Wind und Wärme, den verregneten Sommer, die unerträgliche Schwüle oder den letzten Sturm? Das Wetter ist nicht nur für Hobby-Meteorologen oftmals DAS Thema schlechthin. Und dafür gibt es einige Gründe; denn: Das Wetter hat Auswirkungen auf uns alle. Es beeinflusst unseren Terminkalender, unser Aussehen, unsere Laune und sogar die wirtschaftliche Entwicklung des ganzen Landes. Und dennoch sind wir dem Wettergeschehen machtlos ausgeliefert. Das ist in unserer gut organisieren Alltagswelt etwas Besonderes und Unbefriedigendes. Grund genug, darüber zu reden.

Wetter ist zudem der perfekte Eisbrecher zum Einstieg in ein Gespräch. Denn das Thema ist einerseits völlig unverfänglich, da es dabei weder um heikle Dinge wie Politik, Geld oder Religion geht, noch braucht es dazu eine Vorbildung. Jeder kann sagen, wie er das Wetter gerade findet, ohne dabei Angst haben zu müssen, zu viel von sich preiszugeben oder dem anderen zu nahe zu treten. Und dennoch bringt man etwas Persönliches und Emotionales mit ein, das erwidert werden kann und so Nähe zum Gesprächspartner schafft. Es kommt aber im Smalltalk noch besser an, wenn man seine persönliche Einschätzung mit Fachwissen unterfüttern kann. Ein
Satz wie „Den Sommer fand ich echt mies, obwohl er ja sogar wärmer als im Mittel gewesen sein soll!“ verbindet die persönliche Betroffenheit mit angelesenem Wissen und hinterlässt einen gewissen Eindruck. Das Wetter und die Gesundheit haben mehr miteinander zu tun als wir meinen. Denken Sie doch mal darüber nach. In der Zwischenzeit bringen wir in Erfahrung, ob es neben Wetterfröschen in der Zukunft nicht auch sinnvoll sein könnte, Gesundheitsfrösche zu züchten. Auf jeden Fall sollte das Wetter auch weiterhin Gesprächsthema Nummer eins bleiben.

Zukunft nicht auch sinnvoll sein könnte, Gesundheitsfrösche zu züchten. Auf jeden Fall sollte das Wetter auch weiterhin Gesprächsthema Nummer eins bleiben.

Dafür gibt es fünf gute Gründe:

  • Erstens ist es unverfänglich.
  • Zweitens gilt die therapeutische Erkenntnis: Gemeinsamkeit schafft Sympathie.
  • Drittens stellt es auch heute noch einen Basisfaktor vieler unserer Unternehmungen dar.
  • Viertens fühlt sich bei diesem Thema (noch) jeder kompetent, und
  • fünftens ist das Wetter schließlich Ursache für Emotionen. Es ist nämlich immer „zu …“; zu warm oder zu kalt, zu trocken oder zu regnerisch.

Diese Emotionen zu zeigen, ist die erste kleine vertrauensbildende Maßnahme gegenüber einem Unbekannten. Und genau dafür entstand das verbale Ritual, das wir heute Smalltalk nennen.

Ich finde, heute ist es wirklich viel zu mild für Anfang August!
Sommerliche Grüße

Ihr Dr. Christian Lüdke


weiterführende Links:

Buchtipp: Wenn die Seele brennt (Neuauflage)
Schulungen: Schulungskatalog 2018
Seminar: Raucherentwöhnungsseminar
Vive la trance: Informationen zu seriöser Hypnose und Hypnotherapie